Das Kalifat Al’Bastra

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Die größte Wüste Aerras, die Damacht, ist die Heimat der Esh’shajen, eines uralten Volkes geschickter Wüstenreiter. Der Name Esh’shajen bedeutet so viel wie „Volk des Falken“, und weist auf die tiefe Verbundenheit der Menschen mit diesem stolzen Jagdvogel hin, der in Al’Bastra besonderes Ansehen genießt.

Die Esh’shajen beten zu Abrizzah, der ihnen als Prophet vor über 700 Jahren in der Oase Ftaihif erschien. Seitdem sind die Muftis und Derwische bestrebt, seinen Worten und Lehren zu folgen und diese in die Welt hinaus zu tragen.

Der Herrscher Al’Bastras ist Kalif Yali al’assasyn ibn Soltan. Dem Kalifen unterstehen die Sultanate sowie die Emire und Beys der Wüstenregionen und Städte, die am ehesten mit Grafen und Freiherren verglichen werden können, jedoch als Beamte des Kalifen keine eigenen Lehen besitzen. Tatsächlich aber folgen die Sultanate meist ihrem eigenen Willen, und so fällt es dem Kalifen schwer, sämtliche Stämme unter seiner Führung zu vereinen.

Der Issás gehört zu den wichtigsten Flüssen Leändriens, und zieht eine grüne Schneise durch die Damacht. Er wird von zahlreichen Nebenflüssen des Ankrahwalls gespeist, einem Gebirgszug, welcher sich quer von Nord nach Süd durch das Kalifat zieht. Sein Einzugsgebiet ist ein fruchtbarer Landstrich, Reis und Gemüse wachsen hier besonders gut und auch Obst gibt es in den verschiedensten, exotischen Variationen. Diese Region ist so ertragreich, dass durch sie alle größeren Städte Al’Bastras versorgt werden können. Diese bedeutenden Städte am Issás sind die ehemalige Hauptstadt Shattpur, die Hochburg des Abrizzah-Glaubens Ket’Alam sowie die Handels-und Karawanenstadt Waha’kandh.

Die größte Stadt des Landes ist zugleich die Hauptstadt Al’Bastras, Minas Farah, welche am Flussdelta des Issás liegt. Sie ist eine der ältesten Städte Leändriens und ein Schmelztiegel der Kulturen, die nicht nur für ihre reichen Händler, sonder auch für ihren verruchten Schwarzmarkt bekannt ist. Hier liegt auch die Heimat der edlen und heißblütigen Al’Bastraner Pferde, welche auch im Norden Leändriens bekannt und beliebt sind.

Weit im Osten des Landes liegt die karge Hochebene der Wüste Matahari, deren roter Sand oft sogar bis an die Osthänge des Ankrahwalls geweht wird. Die Matahariwüste gilt als der wohl lebensfeindlichste Ort des Kontinents, und trennt das bekannte Leändrien von den östlichen Reichen und den fernen Landen.
Doch auch dieses Gebiet ist von den Eh’shajen besiedelt worden, deren Heimat die Flüsse und Täler des Harrashgebirges sind. Dieses Sultanat ist für seine strenge Grundherrschaft bekannt, was zu häufigen Aufständen führt und den zahlreichen Räuberbanden ein leichtes Spiel ermöglicht. Die Stadt Al-Kebir bildet den wohl einzigen sicheren Ort dieser Region, der zudem einer der bedeutendsten Häfen des Südmeeres ist.

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