Die Sorridianer

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Das Heilige Sorridianische Reich liegt im Zentrum Leändriens. Im Westen grenzt die namensgebende Halbinsel Sorridia an den Leändrischen Ozean, während es im Süden vom Mareischen Meer umspült wird. Im Norden und Osten erheben sich die hohen Gipfel des Wyrz- und Fahlgebirges, welche die natürlichen Grenzen des Reiches bilden.

Hier herrscht ein mildes Klima, und die fruchtbaren Böden tragen maßgeblich zum Reichtum dieser Region bei. Die Sorridianer gelten als bekannte Seefahrer, und viele bedeutsame Handelshäuser haben hier ihren Sitz, begünstigt durch die Lage des Reiches zwischen der Monarchie Tasperin im Norden, dem Kalifat Al’Bastra im Süden und den Ardealischen Provinzen im Osten.

Das Herz des Sorridias ist die Kaiserstadt Montebrillo, wo der als Heiliger verehrte gottgewählte Kaiser Kaiser Carolan Castellani XVII. über sein theokratisches Reich regiert. Zwischen dem Sorridianischen Reich und der Monarchie Tasperin liegt eine jahrhundertealte Erbfeindschaft. Zwar sichert heute ein Waffenstillstand den Frieden zwischen den beiden Reichen, doch betrachtet der Kaiserthron Sorridias die Ernennung des Tasperiner Kaisers mit großem Argwohn, was die alten Rivalitäten wieder aufleben lässt.

Sorridia besitzt eine lange und traditionsreiche Geschichte, die von Entdeckungen, Eroberungen und Kriegen geprägt ist. Doch musste das stolze Reich auch viele Niederlagen hinnehmen, und so verlor es nach den Kreuzzügen gegen die Sultanate Al’Bastras weite Landstriche an die Esh’shajen. Auch wenn kühne Entdecker und Eroberer weiterhin hohes Ansehen in Sorridia genießen, konzentriert sich der Kaiser heute besonders auf die Festigung der eigenen Grenzen und der Aufrechterhaltung seiner gottgefälligen Werte, anstatt Kämpfe auf fremdem Boden auszuüben.

Der Glaube genießt in Sorridia eine besondere Stellung. So herrscht in Sorridia eine Theokratie, und anders als in Tasperin regiert der geistliche Klerus hier über dem weltlichen Adel. Die bedeutendsten und größten Tempel Deyn Cadors stehen in Sorridia, und die heiligen Orte locken zahlreiche Pilger aus aller Herren Länder an. Auch wenn die Sorridianer Fremde mit einer Mischung aus Vorsicht und Argwohn betrachten, empfangen sie gläubige Menschen mit offenen Armen. Dies macht Sorridia aber auch zur Heimat der Überheblichkeit und des religiösen wie auch patriotischen Eifers.

In den Städten des Landes gelten Musik und Kunst als hohes Gut. Sie wetteifern förmlich darum, sich gegenseitig in kulturellem Glanz und Gottgefälligkeit zu übertreffen, während sie gleichzeitig um politischen Einfluss und Reichtum kämpfen. Bildung, Kunstverstand und Gottgefälligkeit sind ein Muss, und längst nicht nur in der Oberschicht zu finden.

Doch hinter dem Vorhang der noblen Etikette wütet ein Kleinkrieg zwischen den reichen, oft jahrhundertealten Patrizier- und Adelsgeschlechtern. Mit ihren Machtkämpfen und Intrigen buhlen sie um den kaiserlich-göttlichen Segen und die Zustimmung der Kirche.

* Anno 1404: Venedig – Artworks (http://www.worldofanno.de/artworks-venedig)